PechaKucha Night Vol. 2: Blogs aus Bonn

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Die Zeiten Àndern sich.

Dieser Beitrag scheint Ă€lter als 11 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

PechaKucha ist ein kurzweiliges Vortragsformat, dass jetzt zum zweiten Mal in Bonn stattgefunden hat. Karin Krubeck meinte vor einigen Monaten, ich solle unbedingt teilnehmen um BonnerBlogs.de vorzustellen. Das lass ich mir nicht zweimal sagen, denn ich finde es immer wieder spannend verschiedene Formate auszuprobieren und daraus zu lernen.

PechaKucha
PechaKucha – Brain Food for the Open Minded

Das Format ist so spannend, da man ganz klare Vorgaben bekommt. Der Vortrag muss exakt 20 Folien haben. jede Folie wird nur 20 Sekunden angezeigt. Die Folien sollten möglichst wenig Text enthalten. Bilder, die Emotionen wecken, funktionieren dagegen sehr gut, was man am Beispiel des Schuhkartons von Volker Bombien sehen konnte. Unterhaltsam sollten die VortrÀge auch sein, damit man mit ganz unterschiedlichen Themen, Leute aus ganz unterschiedlichen Bereichen interessieren kann.

UrsprĂŒnglich stammt PechaKucha aus der Designer- und Architekten-Szene. Kreative (wie auch Wissenschaftler) neigen dazu ausufernd zu prĂ€sentieren, nicht auf den Punkt zu kommen und jedes kleinste Detail zu beleuchten. Manchmal geht dabei die Nachricht verloren. Bei 6:40 Minuten Vortragszeit ist jede Redundanz verlorene Zeit und es gibt kein ZurĂŒck, sobald die Folien starten. Und genau das ist der Reiz: kurz, knackig, vielseitig. So ein PechaKucha-Abend sollte in den wenigsten FĂ€llen langweilig sein.

Vorbereitung

Die Vorbereitung des PechaKucha-Vortrags hat relativ viel Zeit in Anspruch genommen, da es gar nicht so einfach ist die Vorgaben exakt einzuhalten. Immer wieder musste ich die Folien Ă€ndern, Text entfernen, damit die Information auf den Folien möglichst konzentriert ist und nicht zu sehr vom Vortrag ablenkt. Der Spannungsbogen muss ĂŒber genau 20 Folien am Ende auf den Punkt kommen, also bearbeitet man so lange bis eine schlĂŒssige Geschichte in 20 Bildern zustande kommt.

Die Vorbereitung hat etwa einen ganzen Tag gedauert. Zwischendurch habe ich die Folien auf dem Smartphone in der Bahn oder bei einer kleinen Pause durchlaufen lassen und mental den Vortrag geĂŒbt, danach wieder umgestellt und verbessert. Drei, vielleicht vier SĂ€tze passen zu einer Folie, wenn man ruhig spricht. Da ĂŒberlegt man genau, welche SĂ€tze und Infos man ĂŒberbringen möchte.

Vortrag

BaseCamp Bonn
BaseCamp Bonn

Im PechaKucha-Vortrag gibt es kein „Können Sie bitte noch mal zurĂŒck?“ oder „Die nĂ€chste Folie, bitte!“, da alles automatisch durchlĂ€uft. Wenn etwas schief geht, muss man schnell improvisieren können. Und man muss genau wissen, welche Folie als nĂ€chstes kommt, denn die Zeit lĂ€uft schneller vorbei als man denkt. Manchmal hat man noch ein paar Sekunden ĂŒbrig – wenn man dann die nĂ€chste Folie schon kennt und nicht auf die Leinwand hochschauen muss, hat man ein paar Sekunden gewonnen.

Feedback

Es war schön zu merken, wie das Publikum mitgeht und ab und zu lachte und schmunzelte. Mein Tempo war vielleicht etwas hoch, ich hÀtte die Nachricht noch weiter konzentrieren können. Auch die Körpersprache ist wichtig, da habe ich wohl noch dran zu arbeiten, denn ich habe eine Bewegung zu oft wiederholt, bis es auffÀllig wurde. Ich hatte auch einen Notizblock dabei, auf dem zu jeder der 20 Folien ein Stichwort stand, falls ich den Faden verliere und damit ich nicht jedesmal nach hinten auf die Leinwand schauen muss, um zu sehen, welche Folie da ist. Dazu habe ich das Feedback bekommen, ich solle beim nÀchsten Mal beide HÀnde frei halten, vielleicht verbessert das auch die Körpersprache.

Ansonsten hat sich die Vorbereitung ausgezahlt. Ich hatte Spaß auf der BĂŒhne und ich meine auch, dass das Publikum gut unterhalten und informiert war.

Aufzeichnung

Gunnar Sohn war so freundlich zwei VortrÀge aufzuzeichnen und schon am Abend selbst als Podcast online zu stellen.

https://soundcloud.com/gsohn/pechakucha-mit-bonnerblogsde-und-einem-schuhkarton-mit-lebensluge

Die Folien zum Vortrag findet man in dieser Bildergalerie, einfach alle 20 Sekunden passend zum Vortrag weiterklicken.

http://slideshare.net/SaschaFoerster/pkn-bn-praesentationfoersterfinal

Etwas spÀter sollen die Aufzeichnungen auch auf der internationalen PechaKucha-Seite veröffentlicht werden.

Das nÀchste PechaKucha in Bonn findet am 20.02.2015 statt.

Tweets

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Kommentare

1 Kommentar zu „PechaKucha Night Vol. 2: Blogs aus Bonn“

  1. Avatar von Michele Lichte

    Ah endlich Zeit genommen um deinen Vortrag zu hören.
    Toll – hast du super gemacht!!!
    Schön zusammengefasst und sehr sympathisch.
    Toll das Du hier alles zusammen gestellt hast, sodas auch alle anderen daran teilhaben konnten.

    Liebe GrĂŒĂŸe
    MichĂšle

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