3 Kommentare

    • Ich finde, wenn man bei Blogs und sozialen Medien von “Zielgruppen” spricht, dann vergisst man dabei das wesentliche Merkmal dieser Medien, die ja eben ermöglichen Sender und Empfänger zu sein, sich selbst zu Sender und Empfänger zu machen. Der Begriff “Zielgruppen” ignoriert für mich diesen Teil des interaktiven Austauschs.
      Anders gesagt: Meine gedachte Zielgruppe für diesen Beitrag war “ich selbst”, denn ich wollte ihn nur festhalten, damit ich ihn später finde, falls ich wieder über diesen Begriff diskutiere. Nun, Du gehörtest nicht (direkt) zu dieser Zielgruppe, hast Dich aber durch Deine Reaktion nun selbst zu meiner “Zielgruppe” gemacht. Es war nicht meine Entscheidung, dass Du zu meiner “Zielgruppe” gehörst, also was nützt dieser Begriff dann noch bei der Diskussion über Blogs und soziale Medien? Auf wen soll man zielen, wenn man doch nicht trifft?

      • Gut, dann haben wir ein unterschiedliches Verständnis von Zielgruppe. 😉

        Mit deinem Beitrag hast du auf dich gezielt, also bist du die Zielgruppe. Dass ich ihn zufällig auch gelesen habe, fällt in der klassischen Media unter Streuverlust.

        Vom Begriff her wäre noch zu diskutieren, ob ich nicht doch zur Zielgruppe gehöre, wenn ich das Ziel deiner Bemühung teile, mich also für deinen Beitrag interessiere, auch wenn du mich nicht im Sinn hattest, als du ihn geschrieben hast.

        Davon unabhängig sehe ich dennoch nicht, dass man im Web 2.0 nicht mehr Zielgruppen definieren und ansprechen kann. Allenfalls wäre der Streuverlust höher (weil ich Leute erreiche, die ich nicht im Sinn hatte) oder niedriger (weil ich interessierte Leute erreiche, die ich nicht im Sinn hatte). Der Begriff Zielgruppe hat damit aber nichts zu tun, denn er bezeichnet nur eine Gruppe, die ich zu erreichen plane, ohne Berücksichtigung des tatsächlichen Erfolgs.

        (BWLer-Kommentar off.)

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